Cosplayer, Rollenspieler, Superhelden

Donnerstag
Kurzfilm-Premiere

Pretend – Kurzdokumentation (15min) von Peter Hengl

Cosplayer, Rollenspieler, Superhelden: drei kurze Portraits von drei Menschen, die sich in ihrer Freizeit verkleiden, um in einen fiktiven Charakter hineinzuschlüpfen. Die Schülerin Vicki verwandelt sich in Helden aus japanischen Comics, der Logistiker Manuel nimmt als Ritter an mehrtägigen Live-Rollenspielen teil und Comiczeichner Martin schlüpft in die Rolle seines eigenen Superhelden.

Der Film entstand als Zweitsemesterprojekt an der Filmakademie Wien, Regisseur Peter Hengl versuchte, mit dem knappen Material an die Grenzen des Möglichen zu gehen und einen eigenen Zugang zu der Frage zu finden, warum Menschen versuchen, sich in ihre Idole zu verwandeln.

„Pretend“ – 20.00 Filmvorführung mit anschließender Feier.

OPEN AIR KINO IM STUWERVIERTEL – ZUM INTERNATIONALEN HURENTAG

Dienstag
Open-Air-Kino

Seit 1976 wird alljährlich am 2. Juni der internationale Hurentag begangen. Damals besetzte eine große Gruppe von Sexarbeiterinnen eine Kirche in Paris, um auf ihre fehlenden Rechte bezüglich ihrer Arbeitssituation aufmerksam zu machen.

Aus diesem Anlass und als Protest gegen die  – derzeit wieder – massiven “Säuberungsversuche”  im Stuwerviertel zeigt das Stuwerkomitee im open air straßenkino den

Dokumentarfilm  “FRAUEN AM STRICH”
(A 1980, Projektgruppe Videoschluchten: Ruth Leder, Karin Jahn, Ursula Deniflee. 50 Min.)

und den Kurzfilm:
“Laura. Was Sie schon immer über Telefonsex wissen wollten”
( Ö, 2005, von SI.SI Klocker mit Beate Foltin, 18 Minuten)

am Dienstag, 2. Juni
um 20.30 vor dem lokativ
Arnezhoferstraße 12
(bei Schlechtwetter im Lokal)

Stephanie Klee, Sexarbeiterin und Obfrau der Hurenbewegung in Deutschland, meinte bei ihrem Besuch im Stuwerviertel zur Situation der Sexarbeiterinnen:

„Warum macht die Polizei hier Kontrollen und läuft hinter den Freiern her? Man will alles ‚saubermachen’ -  aber die Polizisten sind selbst diejenigen, die auch Kunden sind, und man wird Sexarbeit sowieso, auch mit häufigen Kontrollen, nicht verhindern! Vielmehr wäre doch zu fragen, WIE will man Sexarbeit? Ich finde, die Gesellschaft und der Staat würden sich selbst einen großen Dienst erweisen, ihre Doppelmoral zum Thema Sexarbeit aufzugeben, und sich statt dessen ernsthaft mit dem Thema auseinander setzen und Energie dafür einsetzen würden, sämtliche Beteiligten in der Prostitution zu stärken!“

Kinoki-Mikrokino: Filmabend zum Leopoldstädter Peter Lorre

MITTWOCH
Filmabend

Der 2. Bezirk war und ist noch immer kontinuierlicher oder temporärer Wohnraum für Menschen aus allen Weltgegenden. Vor über 100 Jahren  bezogen in der Valerienstrasse 88, heute Böcklinstrasse, der 13- jährige Ladislav Löwenstein und seine Familie eine Bleibe. 14 Jahre blieb er in Wien, ging nach Berlin, wo aus ihm Peter Lorre wurde. Im Exil in den USA arbeitete er nicht immer erfolgreich als Haupt- und Nebendarsteller in zahlreichen Filmen; ihm zu Ehren als ehemaligem Bewohner der Leopoldstadt findet eine Soirée Noir statt.

Über Eurer zahlreiches Erscheinen freuen sich das Team von Lokativ und
Kinoki – Verein für audio-visuelle Selbstbestimmung.

peterlorre

Kurzfilme von und Diskussion mit Dimitar Anakiev

FREITAG-SAMSTAG
Zwei Kurzfilmabende

Der unabhängige Filmemacher Dimitar Anakiev kommt aus Slowenien ins lokativ, um an zwei Abenden eine Auswahl seiner engagierten Kurzfilme zu präsentieren und zu diskutieren.

Programm:

Freitag 13.03.: Die Tolmeiner ( 42 min ), und Amigo ( 36 min )
Am Samstag 14.03.: Rubbed Out ( 45 min ), und Last of the Zilniks ( 61 min )

- Ein Interview mit Dimitar,
- mehr zu seinen Filmen und die
Leopoldstädter Deklaration oder Skizze für ein neues Manifest des engagierten Films

gibt es auf: http://dimitar.anakiev.googlepages.com/dimitarfilmsgerman

Kinoki-Filmabend

MONTAG
Filmabend

In Zusammenarbeit mit Kinoki (Verein für audio-visuelle Selbstbestimmung) starten wir eine Filmreihe im lokativ.

Animationsfilmemacher und DJ Daniel Suljic zeichnet live!

MONTAG
Multimedia-Performance

An diesem Abend kann man über Großbildprojektion die Entstehung von ein paar Sekunden Animationsfilm Strich für Strich mitverfolgen. Der spannende Event wird noch duch elektronische Musik angereichert, und dadurch auch die Leistungsfähigkeit unserer Multimedia-Infrastruktur eindrucksvoll zur Schau gestellt.