16 Tage gegen Gewalt an Frauen

Von 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, bis zum 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, dauert die Kampagne 16 Tage gegen Gewalt an Frauen. Die Grünen Frauen thematisieren im Rahmen dieser Kampagne den Frauenhandel und zeigen am 1.12.2011 im Lokativ den Film von Anja Salomonowitz „Kurz davor ist es passiert“.

Immer noch ist eine von fünf Frauen von Gewalt in der Familie betroffen. Aber nicht nur physische, auch psychische und strukturelle Gewalt soll in den 16 Tagen gegen Gewalt thematisiert werden. Ziel ist die Einhaltung der Menschenrechte gegenüber Frauen und Mädchen sowie die allgemeine Stärkung von Frauenrechten, denn Gewalt an Frauen ist die weltweit häufigste Menschenrechtsverletzung.

Frauenhandel = Gewalt gegen Frauen

Auch Frauenhandel ist Gewalt an Frauen und eine schwerwiegende Menschenrechtsverletzung. Anja Salomonowitz schafft mit ihrem Film „Kurz davor ist es passiert“ eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Frauenhandel, ohne dabei die Frauen zu reinen Opfern zu degradieren. Gehandelte Frauen erzählen ihre Geschichten, aber sie erzählen sie Anja Salomonowitz und nicht dem Publikum. Im Film werden die Erzählungen der Frauen von anderen Menschen wiedergegeben und zwar von Menschen, die in irgendeiner Form einen Bezug zu den Ereignissen oder Orten der Erzählung haben: Ein Zöllner, ein Kellner in einem Bordell, eine Diplomatin, ein Taxifahrer.
Im Rahmen der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen zeigen die Grünen Frauen Wien und die Grünen Leopoldstadt den Film „Kurz davor ist es passiert“.

Begrüßung:
Martina Wurzer, Frauensprecherin Grüne Wien
Uschi Lichtenegger, Klubobfrau der Grünen Leopoldstadt

Im Anschluss an den Film Publikumsdiskussion. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Wann: 1. Dezember 2011, 19 Uhr
Ort: Lokativ, Arnezhoferstrasse 12, 1020 Wien

Schluß mit raus!

Im Rahmen des Stuwerviertel-Grätzelfestes am 16. September wird es im und vor dem Lokal multikulturelle Live- und DJ-Musik aus dem erweiterten Viertel geben, ein Teil des Erlöses geht an das Integrationshaus, das ja nicht allzu fern angesiedelt ist.

Das Motto „Schluß mit raus!“ thematisiert nicht nur das Saisonende des diesjährigen Schanigartens – also Schluß mit dem dRAUSsen sein-, sondern soll auch als Aufruf gegen die immer noch vollzogene „Ausländer raus“-Politik verstanden werden. Gerade ein Grätzel wie das Stuwerviertel, wo es einen sehr hohen Anteil an Menschen mit Migrationshinter- und vordergrund gibt, zeigt, dass das Zusammelleben gut funktioniert und dass die „Zuagrasten“ ein wertvoller Anteil dieses Gefüges sind.

19:30 Kabarett: Gebrüder Moped (http://gebruedermoped.com/)
20:00 Live-Musik: Bycatine Flavour (www.myspace.com/byzantineflavour)
+ DJ Nitkov

DER STAAT OHNE SCHWIERIGKEITEN

“KEINE FREMDEN ELEMENTE IN DIE SOZIALSEGMENTE!”

anlässlich des bevorstehenden Inkrafttretens
des neuen Fremdenrechtpakets am 1.7.2011

LIEST GOXILLA AUS SEINEM STÜCK

“DER STAAT OHNE SCHWIERIGKEITEN”
(HORROR)BILD EINES LANDES OHNE AUSLÄNDER
mit viel “Gesang” und notwendigen Pausen

SPECIAL GUESTS & INSTRUMENTS:
exmono, live electronic
Nena Neno, Organic Rythms

Es erwartet euch mit Freude: Frau Erna Schubhaft-Abschieb

am 7. Mai 2011 um 20.30 Uhr im lokativ, Eintritt frei

Salon-Revolution III

Arbeiter- und Revolutionslieder- und Gedichteabend

Flo Staffelmayr liest von Ljubomir Bratic ausgesuchte Gedichte: Gutenbergslied – Georg Herwegh, 1817-1875
Theodor Kramer – „Für die, die ohne Stimme sind…“
Die Wahlesel – Heinrich Heine, 1797-1856
Heinrich Heine „Die schlesischen Weber“
Die Wanderratten – Heinrich Heine, 1797-1856
Arthur Rimbaud – „Ouvriers“
Lied einer schlesischen Weberin  Louise Aston
Berlin am Abende des 12. November 1848 – „Gedicht von Louise Aston“
Demonstration – Iwan Goll
Georg Weerth – „Das Hungerlied“
„Old Meg“ John Keats, 1795-1821
Hymne an die Freiheit – Friedrich Hölderlin, 1770-1843
Das Trauerspiel von Afghanistan – Theodor Fontane, 1819-1898
Bertolt Brecht „Ballade von der Unzulänglichkeit des menschlichen Planens“
Vladimir Majakovskij (1893 – 1930) – „Da habt ihr!“

Anschliessend Revolutionslieder aus der Lokativ- Sammlung, aber auch da gilt: Weder haben noch kennen wir alles, also bringt einfach eure CDs mit und wir lassen uns inspirieren! Es geht voran!

Erdrutschsieg für den Wahlwechsel!

ENARA lädt ein zur Wahlwechsel-Party

Wir feiern den enormen Zuwachs bei der Wahlbeteiligung von Nichtwahlberechtigten bei der Wien Wahl 2010. Unsere Medienkampagne war überaus erfolgreich. Erstmals war ENARA auch in den Mainstreammedien stark präsent. Siehe http://wahlwechsel.at/reaktionen.html

Die Kampagne hat gezeigt: Das Wahlrecht ist ein heikler Punkt im politischen Verständnis verschiedenster Gruppen und Schichten. Sowohl Wahlberechtigte als auch Nichtwahlberechtigte haben sich durch die Kampagne sehr stark angesprochen gefühlt. Vielfach haben wir spannende Diskussionen ausgelöst und die Bildung von unzähligen Wahlwechselpartnerschaften ermöglicht. Offensichtlich hat die Kampagne einen Nerv getroffen. Viele Menschen haben sich durch die Kampagne angegriffen gefühlt; von Rechten bis hinein in die Linke. Für ENARA bestand das deklarierte Ziel der Kampagne darin, eine breite Diskussion über das Wahlrecht und dessen diskriminierende Gestaltung auszulösen. Das ist uns gelungen. Das feiern wir.

Celia Mara live

Wir freuen uns ganz besonders, dass sich Celia Mara bereit erklärt hat, die Party mit ihrer leidenschaftlichen Musik zu untermalen.
http://www.celiamara.net/

Danach: Dj-line.

Dies ist die letzte Wahlwechsel-Veranstaltung vor der Wahl. Sie soll auch noch Gelegenheit für die Bildung von Wahlwechselpartnerschaften bilden. Auch Unentschlossene sind willkommen!

Die ersten 30 Anwesenden haben die Chance auf ein kleines Abendessen von unserem Buffet.

http://wahlwechsel.at
http://enara.at

Integrierts euch!?

Buchpräsentation

Erdal Kalayci, geb. 1981 in Baden, wuchs in Leobersdorf (NÖ) auf, studierte anfangs Medizin in Wien, wechselte 2007 zur Politikwissenschaft, wo er sich gerade im Doktoratsstudium befindet. Publikation: Kalayci, Erdal: „Integrierts euch!?“ Grundlagen, Hürden und Vision im Integrationsprozess von MigrantInnen. Wien: Planet Verlag 2009.


Wie weit subjektive Wahrnehmung und Realität auseinanderliegen können, zeigt die derzeitige Integrationsdebatte. Mit dem provokanten Titel „Integrierts euch!?“ soll auf ein Dilemma im Integrationsprozess von MigrantInnen hingewiesen werden. Einerseits wird zur Integration aufgefordert, andererseits werden keine Integrationsziele und -maßnahmen defi niert. Dadurch wird Integration für die Betroffenen zum Spießrutenlauf, gepaart mit gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen wie Diskriminierung, Neorassismus und fehlenden Gestaltungsmöglichkeiten. Um die Diskussion zu versachlichen und der Neiddebatte ein Ende zu setzen, schlägt Erdal Kalayci eine Weiterentwicklung der Integrationsdebatte vor und defi niert die Gesellschaftsentwicklungspolitik. Darin formuliert er eine Integrationspolitik, die alle sozial- und einkommensschwachen Bevölkerungsgruppen umfasst, und darunter fallen sowohl MigrantInnen, als auch Einheimische. So können als Problemverursacher nicht mehr ethnische oder kulturelle Hintergründe genannt werden, sondern nur mehr sozioökonomische. Und allein im sozialen Bereich müssen auch die Lösungsansätze gesucht werden!



weitere Infos: http://erdalkalayci.wordpress.com/

bologna burns

Studierende & Lehrende hinterfragen:

Vom 11. bis 12. März werden die Bildungsminister*innen 46 europäischer Staaten, zur 10-Jahre-Jubiläumskonferenz des Bologna-Prozesses nach Wien und Budapest geladen. Warum gerade Wien? Weil Österreich mit seinen Uni-Reformen allen Ernstes als Bologna-“Musterschüler“ hingestellt wird. Angesichts der Zustände an den Universitäten und den breiten Protesten für freie Bildung, entbehrt dies nicht eines gewissen Witzes; soll aber auch Grund genug sein, bei der Veranstaltung Sinn und Zweck des sogenannten Bologna-Prozesses zu hinterfragen, sowie über Stand und Perspektiven der Gegenmobilisierung zu informieren.

Weitere Infos: http://www.bolognaburns.org

#unibrennt

Donnerstag 26. Novembar, ab 20 Uhr
Studierende & Lehrende berichten aus der besetzten Uni

Dazu sehen wir interessante Videos aus dem Audimax, mit anschließender Diskussion

Der Oktober 2009 bringt von Wien ausgehend das unerwartete Phänomen einer neuen Art von Studierendenprotesten an österreichischen Universitäten. Die Medien titeln „Unibrennt“, PolitikerInnen geben Statements ab, RedakteurInnen kommentieren. Doch was passiert im Audimax und anderswo wirklich? Wie haben die Proteste begonnen, wer sind die ProtagonistInnen und wie sieht die innere Organisationsstruktur der Proteste aus? Davon können am besten die Studierenden selbst Zeugnis abgeben.

Berichte direkt aus der Selbstverwaltung von unsereuni.at dringen bislang hauptsächlich über das Internet nach Außen. Hier kommen jetzt Studierende und Lehrende selbst und berichten über Geschichte, Hintergründe und Funktionsweise von #unsereuni. So wie seit Beginn solidarische UnterstützerInnen die besetzten Hörsäale besuchen, so will #unsereuni auch Interessierte BeobachterInnen überall in der Stadt besuchen.
unseruni
http://www.unsereuni.at
http://www.flickr.com/photos/unibrennt/sets
http://www.unsereuni.tv
http://twitter.com/unibrennt
http://www.facebook.com/unsereuni
http://www.youtube.com/unsereuni

Die Grammatik und der 1×1

Eine Austellung von Gustav Böhm
Noch verlängert bis 5. Februar 2010 !

Im lokativ, Arnezhoferstrasse 12, 1020 Wien,
Montag bis  Samstag ab 18 Uhr.

Straßenfest zur Umbenennung der Arnezhoferstraße in Selma-Steinmetz-Straße

Eine Widerstandkämpferin  ehren –
einem fanatischen antisemitischen Prediger  die Ehre verwehren!


Einladung zum
FEST-AKT AUF DER STRASSE
am Freitag, 11.September
17.30 – 22.00 Uhr


Liebe Stuwerviertel – BewohnerInnen, liebe FreundInnen, liebe Leute!

Die Arnezhoferstraße wird nach Selma Steinmetz umbenannt werden – zumindest von uns, eigenmächtig, für einen Tag!

Johann Arnezhofer, im 17. Jahrhundert Pfarrer und Kommissär “zur Ordnung der Israelitischen Angelegenheiten”, war  ein antisemitischer Hetzprediger und organisierte 1670 im Auftrag von Leopold I die Deportation der jüdischen Menschen aus dem Stadtviertel “Unteres Werd”, wie die  Leopoldstadt damals hieß.
1906 ließ der damalige Wiener Bürgermeister Lueger eine Straße nach Arnezhofer benennen.

Wir finden: es ist eine Schande, dass heute, nachdem von den NationalsozialistInnen 200.000 Juden und Jüdinnen aus Wien vertrieben und mehr als 60.000 von ihnen ermordet wurden, immer noch ein Straßenname  einem Vorläufer dieser unmenschlichen Politik  Anerkennung zollt.

Als deutliches Zeichen gegen alle Formen von Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit soll endlich die die Arnezhoferstraße umbenannt werden! Ein antisemitischer Hetzprediger soll einer Widerstandkämpferin Platz machen!

Seit den neunziger Jahren wurde von Anrainern die Umbenennung gefordert. Obwohl die Kulturkommission schon mehrere Male beschlossen hat, eine Zusatztafel anzubringen, ist in fünfzehn Jahren nichts passiert.

Unser Vorschlag:
Die Umbenennung der Arnezhoferstrasse  in Selma-Steinmetz-Straße!

Selma Steinmetz, geboren 1907 in Wien fand als jüdische Sozialdemokratin nach 1934 unter den Austrofaschisten keine Anstellung mehr und ging nach Paris, wo sie sich 1939 den Widerstandsgruppen österreichischer EmigrantInnen anschloß. Sie engagierte sich in der “Travail Antiallemand”, der “Antideutschen Arbeit” , die unter deutschen und österreichischen Soldaten Aufklärung über die Verbrechen des Nationalsozialismus betrieb. 1944 wurde sie von der Gestapo verhaftet, gefoltert, zum Glück aber von der französischen Resistance wieder befreit. Sie kehrte nach Wien zurück, wo sie wesentlich am Aufbau des DÖW (Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands) beteiligt war. Bis zu ihrem Tod im Jahr 1979 war sie engagiert bei der Erforschung und Aufklärung der Verbrechen des Nationalsozialismus. Sie war die erste, die über die Verfolgung von Roma und Sinti im Nationalsozialismus publizierte._

WIR LADEN HERZLICH EIN, gemeinsam am 11. September
im Rahmen eines Straßenfestes  
die UMBENNUNG DER ARNEZHOFERSTRASSE  in SELMA-STEINMETZ-STRASSE  ZU FORDERN!

Programm:

Festreden:
Irma Schwager und Ceija Stojka

Präsentation:
Erich Koller stellt das von BewohnerInnen initiierte Mahnmal an der Arnezhoferstrasse 7 vor

Musik:

Ruzsa Lakatos & Band
Traditionelle Romalieder der Lovara

Lenny Lakatos
Wiener Liedermacher

Loni
Burgenländische Romalieder

Severin Mahrer & Friends
Jazz

Michael Fischer
Saxofon


Essen und Getränke von den Standln der Lokale aus dem Viertel.


Verantwortlich: Stuwerkomitee. i.V. Tanja Boukal, Claudia Dietl, Tina Leisch, Jasmina Jankovic, Roman Seidl. Kontakt: augustine.leisch@gmx.at und/oder Tel. 0699 194 222 09;  0650 4010052